Die Kunst des Smokens - Smoker Tipps

Aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, den USA, hat die Methode des Smokens als Alternative für das herkömmlichen Grillen den Weg in unsere heimischen Gefilde gefunden. Der intensive rauchige Geschmack des Grillguts findet auch hierzulande immer mehr Anhänger. Doch wie smokt man eigentlich richtig und was ist bei dieser Grillmethode besonders zu beachten? Auf diese Fragen hält dieser Artikel die passenden und richtigen Antworten bereit.

Das richtige Holz für das Smoken

Traditionell wird beim Smoken unbehandeltes Holz verwendet, und zwar in der Hauptsache als Chunks und Chips. Am besten für das Smoken geeignet ist das Holz von der Eiche, der Birke, der Buche, der Erle, des Wacholder oder des Walnussbaumes. Ganz gleich welches Holz verwendet wird, es ist ganz wichtig, dass es zuvor ordentlich gewässert wird. Denn ansonsten besteht die Gefahr dass das Holz schnell verbrennt und das Holzaroma entsprechend nicht langsam genug in das Grillgut einziehen kann.
Beim Holz der Eiche ist es wichtig, dass die Rinde zum größten Teil entfernt wird, denn sie enthält relativ viel Gerbsäure. Aber keine Sorge, dass reine Holz ist aus gesundheitlicher Sicht absolut unbedenklich. Beim Smoken gibt das Eichenholz ein schweres Raucharoma ab und es eignet sich daher besonders für Fisch, Schweine- oder Rindfleisch.
Neben der Eiche gehört das Holz der Buche zu den hierzulande beliebtesten Holzarten beim Smoken. Dessen Aroma ist ausgewogen rauchig und es eignet sich bestens zu sämtlichen Fisch- und Fleischsorten. Erlenholz hingegen gibt einen dezenten Rauchgeschmack mit einem süßlichen Hauch ab und bringt vor allem Fisch und Geflügel ein wunderbares Aroma. Dieses Aroma lässt sich auch mit dem Aroma des Birkenholzes vergleichen. Walnussholz gibt ein sehr schweres Aroma ab, daher wird es in der Regel mit Hölzern von Obstbäumen gemischt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Fleisch am Ende bitter schmeckt. Eine Übersicht der Hölzer finden Sie hier

Das Anheizen und die ideale Temperatur des Smokers

Wie beim normalen Grillen auch beginnt das Smoken selbstverständlich mit dem Anheizen. Zunächst einmal werden auf den Feuerrost ein paar Grillanzünder platziert. Über diese Anzünder werden anschließend sechs bis acht leichte dünne Holzscheide gelegt die Grillanzünder werden entfacht. Ganz wichtig ist, dass der Deckel der sogenannten Feuerbox während des gesamten Anheizvorgangs offen bleibt. Nach kurzer Zeit gibt es ein größeres Feuer in der Box. Nach einigen Minuten das Feuer legt sich das Feuer und es sind die ersten Glutbildungen erkennbar. Dies ist genau der richtige Zeitpunkt um etwas dickere Holzscheide nachzulegen. So wird für eine langzeitige und konstante Temperatur gewährleistet. Nunmehr kann der Deckel der Feuerbox geschlossen werden und in der Garkammer steigt nach und nach die Temperatur.
Für das gewünschte Ergebnis beim Smoken ist es elementar, dass die Innentemperatur des Smokers möglichst konstant bleibt. Die optimale Smokertemperatur liegt zwischen 110 und 130 Grad Celsius. Mit Hilfe der Regulierklappen, die sich an einem jeden Smoker befinden, kann die Temperatur konstant gesteuert werden.

Das Grillgut und die richtigen Garzeiten beim Smoken

Ganz gleich, welche Art von Grillgut im Smoker zubereitet wird, wichtig ist, dass die Garkammer nicht ständig geöffnet wird. Unter den dabei entstehenden starken Temperaturschwankungen leidet das Grillgut und es würde sich negativ auf die Qualität des Endergebnisses auswirken.
Zwischen den einzelnen Arten des Grillgutes unterscheiden sich die jeweiligen Garzeiten relativ stark. Größere Stücken Fleisch, wie zum Beispiel Spareribs, besitzen eine Garzeit von über einer Stunde. Dies richtet sich natürlich nach der Art und Dicke des Fleisches. Die Garzeit von Geflügelfleisch liegt beispielsweise bei etwa 50 Prozent der Garzeit, die für ein Stück Rindfleisch benötigt wird. Bei Fisch wird in der Regel von 30 Prozent weniger Garzeit als beim Rindfleisch ausgegangen.
Neben Fleisch und Fisch lässt sich auch Gemüse wunderbar im Smoker zubereiten. Hierfür eignen sich besonders feste Gemüsesorten wie etwa Karotten, Paprika, Kartoffeln oder aber auch Pilze.

 

Sollten Sie Fragen oder weitere Tipps haben, dann nutzen Sie bitte unsere Kommentarfunktion.


Kommentar schreiben


Noch keine Kommentare